2 ken, mit zehn Gewoͤlben, drei Haupteinfahrten; darin iſt ja ganz Paris ſchichtweiſe zur Probe eingeſchachtelt, wie die Welt waͤhrend der Suͤndfluth in der Arche Roaͤh:
Kraͤmer, Kaufleute, Bankiers, Taͤnzerinnen, Marquiſen,
Advokaten, Aerzte, Rentirer, Kuͤnſtler, Naͤhtermaͤdchen.. Soll mir Gott! welche Sittenernte! Welche Verſchie⸗ denheit der Tour, der Zuͤge, der Farben! Welcher Reich⸗ thum an Kontraſten! Welche Skizzen nach Auswahl! Geſchwind, Freund, ans Werk! Nur ein kleines Proͤbchen der Pariſer Sitten!“ „Nun ja, Meiſter, nichts weiter, als was Du ſag⸗ teſt; eine Skizze, eine Kontur a la hinkender Deufel. Weiter nichts. Die Karrikaturen, welche Eure Boule⸗ wards tapeziren, abgerechnet, wuͤrde ich unter dieſen un⸗ zaͤhligen Daͤchern, wie in dieſer unermeßlichen Arche, eben ſo vergebens Stoff und Gegenſtaͤnde zu einer zwwei⸗ ten komiſchen Gallerie von Originalſkizzen, Tabaksdoſen⸗ Gemaͤlden und grotesken Geſtalten ſuchen, aus denen wir fruͤher ein ſo anziehendes Portefeuille zuſammen⸗ brachten. Die Welt hat ſich ſehr veraͤndert; es iſt nicht mehr dieſelbe Familie vorhanden. Von Euern Gewoͤl⸗ ben an bis in Eure Salons, von Euern Salons bis in Eure Dachſtuben giebt es, in der Naͤhe beſehen, weder ſo auffallende Kontraſte, noch ſo abſtechende Farben, wie Du ſie ſo gern haͤtteſt. Heutzutage, Meiſter, ſeid Ihr alle Buͤrger, und man erkennt an dieſem einzigen Ge⸗ praͤge, daß das Jahrhundert Euch Alle in dieſelbe Form


