Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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380 an der Ecke der Königin, bald an der des Königs, wo nicht

im Foyer der drei Haupttheater, verſammelt ſah, wie ſe

in den Zwiſchenakten über den Vorrang in der Litteratur, das damalige große Zeitintereſſe, ſtritten, über das Verdienſt der Alten und Neuern verhandelten(eine Frage, die nie zu entſcheiden iſt, weil jene Auszeichnungen ſtets mit den Be⸗ dürfniſſen der Jahrhunderte, worin ſie ſich zeigen, im Ver⸗ hältniſſe ſtehen), ſich die Traditionen unſrer Bühne, das Erbtheil jeder Generation von Schauſpielern, ins Gedächt⸗ niß zurückriefen, den Ton verglichen, der dieſem oder je⸗ nem Couplet zu verſchiedenen Zeiten gegeben worden war, das Spiel der Clairon dem der Dumesnil, das von Pre⸗ ville und Molé dem von Dazincourt und Fleuri, deſſen Talent damals aufzublühen begann, entgegenſetzten, ſich für Gluck oder Piceini enthuſiasmirten, die junge Welt, welche ihnen ſchweigend zuhörte, unterrichteten, und ſie zu jener Wiſſenſchaft des franzöſiſchen Geſchmacks bildeten, deren Erbtheil dieſelbe jetzt von ſich zu ſtoßen ſcheint.

So wendeten vor der Revolution von 1789 die Ge⸗ lehrten ihre Stunden an, bis ſie zu den Abendeſſen gin⸗ gen, welche unmittelbar auf das Schauſpiel folgten und ſich bis in die Nacht verlängerten. Für Viele ward das Zeichen zum Fortgehen zugleich das der Rückkehr in ihr Arbeitszimmer. Erhitzt durch die Gegenſtände, über die ſie geſprochen, durch die Erregungen, die ſie empfunden hat⸗ ten, durch eine innigere Kenntniß der menſchlichen Natur, deren Geheimniß ihnen mitten im Kampfe der Leiden⸗