Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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wigs XV. oder Ludwigs XVI., oder de la Concorde, oder der Revolution, denn der Aufſtand hat ſich darüber nicht ausge⸗ ſprochen: ſo findet man am Ende der Brücke, welche zwölf große Männer belaſten, eine falſche Fagade(Vorderſeite), vor das Hintertheil eines Gebäudes geſtellt, eine Fagade in altem Style, wie alle modernen Monumente. Am Fuße der Stufen ſtehen zwei weibliche Statuen, vier Männer ſitzen, den Rücken gegen das Monument. Man kann die Frauen die Gerechtigkeit und die Weisheit, die Mäßigung und die Feſtigkeit, die Kraft und die Klugheit, die Thä⸗ tigkeit und den Widerſtand, wie man will, nennen; es ſind Bagatellen des Eingangs. Die Männer ſind, ſo viel noch der Regen, der ſie gefärbt hat und die Vögel, die ſich auf ihre Stirne geſetzt oder in ihren Armen geniſtet haben, darüber urtheilen laſſen, Höpital und Sully, Colbert und Agueſſeau, abſcheuliche Geſtalten, deren Verfall eine Verbeſſerung iſt, welche die Zeit für den Geſchmack ge⸗ macht hat. Dieſe Stufen, die uns zu dunklen Treppen führen, dieſe Säulen ohne Licht, dieſes Portal ohne Ein⸗ gang, dieſer Luxus der Baukunſt, der nur dazu dient, Neu⸗ gierige auf die Vermuthung zu bringen, daß dort noch etwas folge, oder ein vergangenes Kunſtwerk ſei, alles dies iſt jetzt Gehege von Planken, friedliche Verrammlung für den Gebrauch der Maurer. Denn die Kammer iſt nicht mehr in der Kammer; der Ort ihrer Sitzungen iſt, wie der Garten der Königl. Wohnung, im Beſitz der Hand⸗ werker. Es giebt ſtets bei dem Materiellen unſerer Re⸗