Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Gewalt in ſein Ohr dringen. Das heiſere Gebell des durch die Revolution ſeines Maulkorbes entledigten Ausrufers, die gezeichnete und kolorirte Fahne, die aus den Fenſtern des Kupferſtichhändlers hängt und deren unentgeldliches Beſchauen leicht Uhr oder Schnupftuch koſten kann, das lange Verzeichniß des Bücherhändlers, der Geſang an den Straßenecken, bis auf die kleinen Kinder, welche auf der Erde ſpielend Blut fordern, wird ihm genügendes Kom⸗ mentar ſeines Lieblingstextes ſein. Denn die Politik iſt überall, in den Läden, auf der Börſe, im Theater, vom Erdgeſchoß bis unter das Dach und vorzüglich in den Thür⸗ ſteherſtuben, indem ſie auf der Straße heult, im Pallaſt ſtreitet, in der Akademie Abhandlungen macht, in einem Leſekabinet einſchläft, um die Milchfrau ſich gruppirt, vor dem Kamin des Banquiers ſich ſammelt, aus vollem Halſe ſchreit, mit leiſer Stimme redet, jede Geſtalt annimmt und bei jedem Eingang in dem Hinterhalt liegt. Iſt man end⸗ lich durch alles dies betäubt, ermüdet, geſättigt, dann nehme man unſer Buch, auf deſſen Titelblatt der Her⸗ ausgeber, zu meinem Bedauern, die Worte zu ſchreiben vergeſſen hat:Hier wird nicht von Politik geredet, das heißt: hier unterhält man ſich, ohne ſich zu ſtreiten, man begegnet ſich, ohne ſich in die Haare zu fallen, man ver⸗ läßt ſich ohne Haß; und mehr noch, Jeder redet hier über das, was er weiß, was er verſteht.

Eine zweite Nachricht iſt noch zu geben: daß man in dieſem Kapitel keine Eigennamen findet. Es thut mir um