Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ſein; aber ſeine Anſichten ſtimmen damit nicht überein, und er machte uns ſehr kluge Bemerkungen. Man ſprach in Rosny von einer Rede, die Sie gehalten hätten.

Gnädiger Herr, ich habe erklärt, daß man die Mo⸗ narchie opfere; und ich bin nicht weniger überzeugt, daß der Sturz des Thrones, vielleicht auf hundert Jahre alles Glück, alle Freiheiten Frankreichs auf's Spiel ſetze.

Wenngleich mich der Weg, den der König einſchlägt, eben ſo ſehr, als Sie, betrübt, fuhr der Herzog fort,ſo fürchte ich doch ſolche Folgen nicht. In Frankreich be⸗ ſteht viel Liebe für Ordnung. Dieſes Frankreich, welches man nicht verſtehen will, iſt vortrefflich, iſt bewunderns⸗ würdig. Sehen Sie nur, wie die Geſetze, inmitten ſo vieler Aufreizungen, geachtet ſind: es liegt darin, daß die Erfahrung der Revolution einem Jeden gegenwärtig iſt; man verlangt den Gewinn davon, verabſcheut aber ihre Verirrungen. Ich bin überzeugt, daß eine neue Revolu⸗ tion mit dem nicht zu vergleichen ſein würde, was wir kennen gelernt haben.

Gnädiger Herr, das heißt an eine Revolution von 1688 glauben. Aber, als England ſich außer dem Geſetz erklärte, blieb ihm die Ariſtoeratie als ein Element der Ordnung; und die hat eine ſolche Gewalt, daß ſie alle andere erſetzt. Bei uns iſt nichts dem ähnliches. Das Wenige, was wir von Ariſtoeratie haben, wird mit den Bourbons umkommen; man wird ein zweites Mal reinen

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