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den Lauf der Jahrhunderte erleuchtet haben, zeigten ſich mit den Häuptern unſerer jungen Stämme, den Erben aller Erinnerungen unſerer vierzigjährigen kriegeriſchen und bürgerlichen Siege, verſchmolzen. Es erweckte eine wohl⸗ thuende Empfindung, die große franzöſiſche Familie an demſelben Feſte Theil nehmen, dieſelben Geſetze anerken⸗ nen, derſelben Zukunft entgegen gehen zu ſehen. Derſel⸗ ben Zukunft? doch nicht! Trübe Vorgefühle beſchäftigten manche Köpfe. Die, dem Throne zunächſt ſtehenden Gro⸗ ßen verhehlten es ſich am wenigſten, daß derſelbe über einen Abgrund ſchwebe. Mehr als ein fremder Geſandter ver⸗ traute ſeinen Freunden die lebhafte Sorge Europa's, und ſprach von den verſuchten weiſen Anſtrengungen der Mächte, von uns
„.. Den Geiſt des Schwindels, der Verblendung,
Vom Fall der Könige, die trübe Vorempfindung,“ abzuwenden.
In dieſen Worten drückte mir einer von ihnen ſeine Unruhe aus.
Ich unterhielt mich wit einem Mitgliede des Kabinets über die Gefahren des durch die königliche Gewalt ange⸗ ſponnenen Kampfes.„Wir werden nicht einen Schuh breit zurücktreten,“ ſagte es; ein ernſtes Wort, welches ich ſpäterhin noch lauter ausſprechen hörte.„Gut!“ er⸗ wiederte ich ihm,„dann werden der König und Sie bis zur Greitze zurücktreten müſſen. 2 Dieſer Miniſter, wel⸗ cher übrigens die Lage der Dinge nicht ohne Furcht be⸗
trach⸗


