Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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meraden gewahr; es war Iſabey, unſer liebenswürdiger Mi⸗ niaturiſt, mit demſelben Blick, demſelben mimiſchen Aus⸗ druck, wenn ich mich dieſes Worts bedienen darf, welchen wir alle an ihm kennen.

Unter den ſchmeichelhaften Auszeichnungen, welche an dieſem Tage dem Herzen der Mlle. Gay zu Theil wurden, wußte es ohne Zweifel eine beſonders zu ſchätzen und zu beherzigen; es war die Sorge, welche Mad. Récamier für die Erfolge der jungen Dichterin hatte. Es war in der That intereſſant, zu beobachten, wie ihre grazienhafte Ge⸗

ſtalt ſich zart von einer Gruppe zur andern begab, um die Lobeserhebungen zu ſammeln, hervor zu locken, und dieſe Erndte von Zauberworten für eine Mutter, der glücklichen Madame Gay, zu überbringen. Und alles dieſes mit ei⸗ ner reizenden, unbefangenen Einfachheit; Ihr hättet ſie für eine Schweſter gehalten. Manchmal blickte ſie das Por⸗ trait des Herrn von Montmorency, und das der Frau von Stasl an, als hätte ſie ihnen ihr Bedauern zu erkennen geben wollen, daß das Genie des einen und der liebens⸗ würdige Geiſt der andern nicht an dem harmoniſchen Ver⸗ gnügen Theil nehmen konnten, das wir genoſſen.

Indem ich, um dem Titel dieſes Buchs zu entſprechen, wie ein anderer Asmodeus, unſer altes Kloſter von ſeinen Dächern entblößte, um das erlaubte Innere deſſelben zu zeigen, habe ich gewiß einige Perſonen unerwähnt gelaſ⸗ ſen, ſelbſt einige Namen vernachläſſigt; aber ich hoffe, daß