Teil eines Werkes 
Ellen oder Ein Jahr : Novelle / Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von C. Büchele
Entstehung
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hatte. Auch war er jetzt nicht wild und zügellos, ſondern ſtill und ergeben. Aber als Mutter Brita, ſelbſt kränklich und mit Mühe im Stande, ſich zu dem Pfarrhauſe zu ſchleppen, Ellen erblickte, ſo bleich, ſo abgezehrt und verändert, ſank ſie ſchluchzend auf die Kniee nieder.

Beten Sie für meine arme Stina, Sie, die Sie bereits ein Engel ſind! ſtammelte ſie.

Am bitterſten für Ellen war der Abſchied von Nora R. Ellen wußte, daß die arme, verlaſſene Frau in ihr den einzigen Troſt verlor, die einzige Perſon, mit welcher die leutſcheue Nora von ihren Kümmerniſſen zu ſprechen gewagt hatte.

Am Abend nach dieſem Tage redete Ellen lang mit ihrer Mutter und Fridolf. Sie ſchien ſeitdem be⸗ ruhigt und ſchlummerte friedlich an der Mutter Bruſt ein. Der folgende Morgen war der ihres Hochzeittages.

Die Glocken läuteten zuſammen. Der Probſt beſuchte ſeine Tochter, ehe er in die Kirche ging. Sie ſtreckte ihm die Hände entgegen und flüſterte:

Bete für mich, geliebter Vater, und wenn Du

zurückkommſt, dann.....

Ja, dann werde ich den Segen über dich und Kuno ſprechen.

Kuno verbrachte ein paar Stunden bei Ellen, darauf entfernte er ſich..

Um eilf Uhr rollte Frau Engelmanns Wagen in den Hof. Sie war ſo aufgeregt, daß ſie kaum zu ſprechen

vermochte. Der Gedanke an Ellen hatte ſeit der letzten