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Mögliche, um dieſer Verbindung entgegenzuarbeiten und ſeine Schweſter zu überreden, ihrer Jugendneigung ge⸗ treu zu bleiben, da der Gutsbeſitzer Engelmann als ein ungeſtümer und roher Menſch bekannt war. Aber die Mutter, welche der Mittel zur Fortſetzung der ihr lieb gewordenen üppigen Lebensweiſe bedurfte, ſah in der Heirath der Tochter nur ihren eigenen Vortheil und fragte wenig oder nichts darnach, ob ihre Tochter glück⸗ lich würde. Drei Jahre nach ihrer Heirath ſtarb Kuno's junge und ſchöne Schweſter, wie man be⸗ hauptete, in Folge einer ſchweren Mißhandlung von ihrem Mann, welcher im höchſten Grade eiferſüchtig
war und, wie es unter den Leuten hieß, allerdings
Grund dazu hatte. Bei der Erzählung von ſeiner Schweſter Tod und den ihn begleitenden Umſtänden, der Urſache zu ihres Mannes Eiferſucht u. ſ. w. loderte ein heftiger Zorn gegen ſeine Mutter in Kuno's Seele auf. Sie war ja die Ürſache zu ſeiner Schweſter Verehelichung, Unglück und Tod. Er brach, von ſeinem wilden Grimm verleitet, in Vorwürfe über ihre Treuloſigkeit, ihren Eigennutz und Leichtſinn aus. Was er damals ſagte, war vernichtend geweſen, und oft fand er in einer ruhigern Stimmung, daß er ſich allzu ſchonungslos gegen die frevelhafte Mutter be⸗ nommen hatte.— Dieß war die Handlung, worüber er vor ſich ſelbſt erröthete.
Von ſolcher Beſchaffenheit war Frau Engelmann's Geſchichte und die Urſache zu aller der Bitterkeit, welche Kuno's Inneres erfüllte. Aber für Ellen, die Alles verzeihende, ſchienen dieſe Fehler von der Mutter ihres Lieblings nicht groß genug, um dem Sohne das Recht zu geben, ſie zu verabſcheuen. In


