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„Daß den unglücklichen Eltern Nichts als Tod oder Verzweiflung übrig bleiben ſollte.“
„Sagen Sie mir, was ihnen wohl noch bleibt, nachdem ſie ihren einzigen Reichthum verloren haben?“
„Gott!“
Ellen ſprach dieſes einzige Wort mit einer ſo vertrauensvollen Ueberzeugung aus, daß Kuno ganz erſtaunt ſie anſah. Der höhniſche Zweifler empfand ein eigenthümliches Beben bei dem Laut ihrer Stimme in ſeinem Herzen; aber als ob er ſich dieſer Bewe⸗ gung geſchämt hätte, ſtand er auf und entfernte ſich.
Was Ellens Gefühle waren, wiſſen wir nicht, aber ſie beugte ſich über ihre Arbeit nieder und nähte fleißig fort. Einige Augenblicke darauf hörte man Kuno's Stimme aus dem anſtoßenden Zimmer. Er ſcherzte munter an einem Spieltiſche, wo er ſich nieder⸗ gelaſſen hatte.
Während man die Karten gab, äußerte der Kronvogt:
„Ich habe mir ſagen laſſen, Herr Bezirksrichter,
daß Sie ſtark im Spiele ſind.“ „Das will ich nicht behaupten, aber ich habe es im Allgemeinen gern. Der eigenthümliche Sinnenreiz im Spiel behagt mir. Es iſt Etwas, das die Seele aus der alltäglichen Betäubung erweckt.“
„Er iſt Spieler,“ dachte Ellen.
„Beliebt Ihnen Punſch oder Toddy?“*) fragte die Wirthin.
„Ich bitte um Punſch; das iſt ein Geſchmack, den ich noch von der Studentenzeit beibehalten habe. Hat man, wie jetzt, ein Glas guten Punſch, eine ächte


