in der Hand ſitzt, als wie ein ächter Franzoſe das Schwert zu ergreifen und in's Feld zu gehen, um zu kämpfen und Chre zu gewinnen. Ach! es iſt ein demüthigendes Bewußtſein, daß es Dir an demjenigen Muthe gebrechen ſoll, welcher den Franzoſen zum Helden macht.“
Zoé verbarg ihr Geſicht in den Händen.
„Theure, geliebte Zoé!“ rief Gaſton und ſtürzte auf die Kniee vor dem einnehmenden weinenden Mäd⸗ chen.„Es iſt nicht aus Mangel an Muth, daß ich Deine Bitte abſchlug, daß ich in den Krieg gehen möchte, ſondern weil ich mich bereits für eine ganz andere Laufbahn beſtimmt. Auf dieſer vorwärts zu kommen, iſt mein höchſtes Streben geweſen, weil der Lohn für meine Mühe Dein Beſitz werden ſollte!“
„Gaſton, ich werde in's Kloſter gehen; aber nie⸗ mals die Frau eines Mannes werden, welcher ſich geweigert hat, an einem Kriege wie dieſer Theil zu nehmen.“
„Z06, Du überlegſt nicht, was Du ſagſt.“
„Thue ich nicht!“ rief Zoé und ſprang auf.
Sie erhob ihren Blick und ihre Hände gen Him⸗ mel und fügte mit einem hinreißenden Ausdruck, welchen die Franzöſin ſo gut ihrer Stimme zu geben verſteht, hinzu:
„Ach, Gaſton, ich liebe Dich ſo von meiner ganzen Seele, daß ich Dir alle glänzende Eigenſchaften, welche den Mann ſo hoch ſtellen, beigelegt habe. Du warſt in meinen Träumen ein Held, welcher ſich für alles Große und Cole mit glühenden Gefühlen i eſſirte. Wie oft habe ich nicht während dieſ
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