Teil eines Werkes 
6. Band (1865) Die Verläumdung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Guten Abend, Arthur, grüßten Mutter und Tochter den Eintretenden, welcher Frau Pahl ehrfurchts⸗ voll die Hand küßte und Elin freundlich zunickte.

Willſt Du nicht auf den Ball, heute Abend? fragte Frau Pahl. 4

Nein, beſte Tante; aber Mama und Agda werden hingehen.

Das iſt doch Schade, fiel Elin mit einem ſchelmiſchen Lächeln ein;denn Lavina iſt dort.

Was ſagſt Du, Elin, Lavina iſt auf dem Balle? rief Arthur mit unverſtellter Verwunderung.

Ja, was meinſt Du; unſere Tante, Frau Röhl, welche ſeit fünfzehn Jahren nicht in X** geweſen iſt,

kam vorgeſtern hier an; ſie reiſt nach H und wollte auf der Durchreiſe Mama und uns ſehen, und uns ein Vergnügen bereiten, obgleich ſie keineswegs reich iſt. Sie lud uns beide zum Balle ein, aber ich nahm lieber das Geld ſtatt des Balles und der Ballkleider. Jetzt iſt Lavina bei Tante Karin, um ſich anzuziehen und ſie hinzubegleiten.

Wenn es ſo iſt, dann will ich auch hingehen, antwortete Arthur und verabſchiedete ſich. 4 . Wir verlaſſen ebenfalls Frau Pahl und lenken unſere Schritte über die Straße hinein in das präch⸗ tige ſteinerne Haus, welches von Commerzienrath Ljung und ſeiner Frau, der Schweſter der Frau Pahl, bewohnt wurde.