Teil eines Werkes 
9. Band, Thomas Thyrnau : 3. Theil (1855)
Entstehung
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Disciplin, welche unſer erhabener Stifter Karl der Vierte uns hinterlaſſen, fortzuführen im Stande waren. Wir ſind Alle beritten, unſere Uniformen wohl erhalten, und wir hoffen noch immer der Schutz und die Hilfe der ganzen Gegend zu ſein.

Er endigte dieſen Vortrag, indem er ſich tief vor den Damen verneigte, als wolle er ihnen ſeine Bereitwilligkeit an⸗ zeigen, auch über ſie ſeinen Schutz auszudehnen, und Magda verneigte ſich dagegen von ihrem Sitz aus mit vielem Ernſt und großer Achtung, was ſogleich das Lächeln der Fürſtin er⸗ ſtickte.Gott weiß, ſagte Magda dann faſt gerührt wenn Ihr auch die Dinge anders angreift, als gewöhnlich iſt, Ihr ſeid ein ſolcher Ehrenmann, daß das Rechte doch durch⸗ kommt, wenn es auch äußerlich anders ausſieht, als der Rock, den die Zeit trägt.

Podiebrad verſtand zwar nicht ganz, was Magda faſt laut denkend ausgeſprochen hatte, aber er war ſich bewußt, es müſſe zu ſeinem Lobe ſein, und nahm es alſo mit dankbarem Bezei⸗ gen von ihr an, indem er zugleich den Marcheſe Pacheco ent⸗ ſchuldigte, welcher in ſeiner Abweſenheit jederzeit als Schloß⸗ hauptmann das Kommando führe, da ſeine Geſundheit ihm überdies keine Freuden der Geſelligkeit mehr geſtatte.

Dies Geſpräch ward von Hedwiga unterbrochen, welche mit glühenden Wangen daher geflogen kam:Ich bitte Dich, Magda, komm! Mama, komm, komm! Sieh nur, was die Allee herauf kömmt ſo etwas haſt Du noch nie geſehn es iſt ein Geſchenk für Dich, Magda, von dem lieben Trautſohn.

Trautſohn folgte ihr ſchon und die Herren kamen, wie es ſchien, in ſehr guter Laune, um die Damen abzuholen; Traut⸗ ſohn aber führte Magda voran und ſagte unterwegs:Magda, ich ſehe wohl, daß Du ſehr glücklich biſt und ich liebe Dich ſo