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Mitarbeiter von dem Erfinder des Gedankens auferlegt wird — ſeine Beſtrebungen werden zuſammenfallen mit dem gro⸗ ßen Geiſte, der ihm vorangeht— er wird dann alles das ſein, was Euer Majeſtät von einem begabten Unterthan fordern— er wird helfend, fördernd, arbeitend ſich dem Guten zeigen, das bald verſtändlich ſein wird, weil es Wahrheit iſt!“
„Mein guter Enthuſiaſt!“ ſagte die Kaiſerin wohlwollend — es dauert lange, ehe ſelbſt Wahrheit verſtanden wird— die Uebelwollenden, die Tadelnden ſind die Maſſe und langſam erſt bildet ſich ein kleiner Kern der Beſſeren, die nicht allzu viel vermögen, denn alles Neue und ſei es das Wohlthätigſte— ſei es das hingebendſte Opfer des Fürſten— es fällt zuerſt in den Mund der müßigen Schwätzer, die dadurch aus ihrem Schlendrian geriſſen, ſich erzürnen, daß es anders wird, als ſie es gewohnt waren.
„Aber die Beſſeren,“— ſagte Thyrnau bewegt—„die ſchaaren ſich indeſſen und Einer zieht den Andern herbei zum Verſtändniß der Wahrheit— dieſer Kern wird wachſen und er verdient allein den Namen des Volkes— die gährende Maſſe wird er ausſtoßen und ſeine Läuterung damit ſelbſt bewirken. O! behüte Gott jeden Herrſcher, der wie Euer Majeſtät vor
dem höheren Thron der Wahrheit ſteht, vor dem Zweifel an
dem zu erreichenden Einverſtändniß mit ſeinem Volke— wer dieſen Zweifel erregt, wer ihn zu nähren wagt, das iſt der Hochverräther! In ſeinem eigenen Herzen iſt die Verſchwörung gegen ſeinen Fürſten, gegen das Gute, gegen das Volk, dem er angehört!“
„Ihr habt Gedanken, Thyrnau,“ ſagte die Kaiſerin— „und einen Menſchen„erfahrenen Blick— dabei ſeid Ihr mit Eurem weißen Haar ſo feurig wie ein Jüngling!— Euer Pro⸗ zeß, ſcheint mir, iſt zum Spruche reif,“ fuhr ſie fort—„das


