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„So ſoll Euch der Wille geſchehn! Aber Eure „Kaiſerin wird anſtatt des Edelmannes ſtets in Euch „einen edlen Mann ſehen, ſtatt des Ordens ein Herz „erkennen, in dem eine Ehrenhaftigkeit wohnet, fuͤr „die kein aͤußeres Zeichen noͤthig war, und die Lehre, „die Ihr daruͤber Eurer Kaiſerin gabt, ſichert Euch ihr „lebenslaͤngliches wohlwollendes Andenken!“
Seitdem wuͤnſchte keiner ſeiner Angehoͤrigen mehr dieſe oͤffentliche Gunſt der Kaiſerin— und Thomas Thyrnau ruhte am ſpaͤten Abend ſeines Lebens mit hei⸗ terem verklaͤrtem Antlitz in ſeinem Sarge und kein Or⸗ den ſchmuͤckte ſeine Bruſt— und ſeine Lieben— die Alle um ſein Sterbebett verſammelt geweſen waren, wagten kaum zu weinen— ſo heilig und erhebend war ſein Ende geweſen, und als Lach es der Kaiſerin an⸗ zeigte, rief dieſe:„Das war ein Mann!— Wir wer⸗ den den Zweiten nicht erleben!“


