Teil eines Werkes 
3. Theil (1845)
Entstehung
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und hier zeigte ſich, daß Hedwiga und Trautſohn Beide

in die Huͤtte hinein gekrochen waren und in ihrem Eifer und in ihrem Lachen mit den munteren Fleinen gar nicht bemerkt hatten, daß ſie dicht neben einander ſaßen und die Zicklein auf ihrem Schooße fuͤtterten. Als die Geſellſchaft ploͤtzlich vor der Hoͤtte ſtand, flog Hedwiga mit einem Satze aus ihrem Verſteck auf und hinaus, und die Fuͤrſtin, die ihre Verlegenheit mitleidig ſah, klopfte ihr das Moos aus dem Kleide und brachte ſie damit wieder in's Gleis, wonach ſich der Transport in Bewegung ſetzte und Alle die kleine Familie bis zu ihrer neuen Anſiedlung begleiteten.

An dieſem Tage begab man ſich zu Mittag nach dem Dohlenneſte, wo heute Thomas Thyrnau die Gaͤſte bewirthete. Zu Pferde und in Tragſtuͤhlen machte ſich

die heitere Geſellſchaft auf den Weg durch den Laub⸗

wald, deſſen erſtes ſanftes Grun noch die maͤchtigen Staͤmme unverhullt zeigte und den gruͤnen Raſen durch⸗ ſchimmern ließ, welcher neu belebt die murmelnden Baͤche uͤber bemooſte Steine ſchluͤpfen ließ.

Magda ritt an Lacy's Seite einige Schritt den Andern voraus, und nie zog ſie des Weges, ohne der Zeit ihrer Schmerzen zu gedenken mit Dank gegen Gott, der Alles hinter ſie gebracht.

Sieh, ſagte Lach, das Geſpraͤch fortſetzend