31 ſah—„nur fordere ich, daß dies ohne Zoͤgerung ge⸗ ſchehe.“
„Ich muß jedoch bemerken,“ ſagte der Offizier— „daß der Herr Gouverneur beſonders die Zulaſſung eines jungeren Frauenzimmers durchaus unzulaͤſſig haͤlt und auf deren Entfernung vor Nacht entſchieden dringt und die Erfuͤllung dieſer Forderung jeder andern voran⸗ gehen muͤßte, wenn der Herr Gouverneur auch dann vielleicht die Aufnahme des Gefangenen in dieſem Wirthshauſe zuließe.“
„Huͤten Sie ſich, mein Herr!“— rief Thyrnau— „mich läͤnger mit Ihren veralteten und uͤber die Gren⸗ zen dieſer Mauern hinaus laͤcherlich gewordenen Rech⸗ ten zu belaͤſtigen! Ich bin nicht hierher geſandt, mit verjaͤhrten Vorurtheilen einen Kampf zu beſtehn und ich wuͤnſche, um des Herrn Gouverneurs ſelbſt willen, daß er ſich bald geneigt zeige, mich anſtaͤndig zu behan⸗ deln— dieſe meine Enkelin wird ſich nicht von mir trennen— und ich werde vorlaͤufig dieſe unwuͤrdige Wohnung annehmen, denn die Ausgleichung durch den kaiſerlichen Kourier kann nicht lange ausblei⸗ ben!“
„Sie werden ſich Unannehmlichkeiten zuziehn,“ ent⸗ gegnete der Offizier—„ich werde dem Herrn Gouver⸗ neur pflichtſchuldige Meldung machen und verweigere


