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men,“entgegnete der Offizier kalt—„trage ich keinen Zweifel— nur uͤber das Recht dieſes königliche, hochſt angeſehene Schloß zu einem Gefaͤngniß der Art zu ſtempeln, habe ich den Auftrag, Ihnen die Meinung des Gouverneurs zu ſagen, und vielleicht durfte ich bei einem gebornen Boͤhmen ein eingehenderes Verſtändniß vorausſetzen, denn der Farlſtein iſt der Stolz des Lan⸗ des— und ſeine beſonderen Berechtigungen, ſeine un⸗ umſtoͤßlichen Geſetze, die— willkuͤrlich zu aͤndern ſelbſt nicht in die Macht der oſtreichiſchen Herrſcher gelegt ſcheinen will, ſollten, denke ich, jedem Boͤhmen be⸗ kannt und ehrwuͤrdig ſein.“
„Ich kann mich trotz dieſes weißen Haares nicht ruͤhmen, zu der glorreichen Epoche Karls des Vierten zu gehoͤren— aber ich habe in meiner Bibliothek eine vergelbte Kronik gefunden, in welcher die Verfaſſung des Karlſteins bei ſeiner Einweihung vor vierhundert Jahren juſt ſo verzeichnet ſteht, wie Sie mein Herr ſie jetzt noch anzunehmen geneigt ſind. Damals ver⸗ dienten alle Maͤnner der Bewachung den Namen der Kronenwaͤchter— doch Ferdinand der Zweite hat auch dieſes hohe Amt durch die Wegfuͤhrung dieſer Schätze in ſich aufgehoben und ſeit hundert Jahren, denke ich, haben die Herren der Beſatzung nur die Erinnerung zu bewachen.“


