Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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mich gegen Euch zu verhalten. Ich koͤnnte Euch jetzt zuruckſchicken nach D. und ſo jede Verantwortlichkeit von mir ablehnen aber ich habe beſchloſſen, die vie⸗ len Mißgriffe, die man gegen Euch von Jugend auf begangen hat, nicht dadurch fortzuſetzen, daß auch ich Euch wieder dem Zufall und Eurer angebornen Thor⸗ heit uͤberlaſſe. Macht es mir jedoch nicht zu ſchwer, ſonſt zwingt Ihr mich, Euch eine ſtrenge Geſellſchaf⸗ terin zu werden.

Es lag eine ſo ernſte milde Guͤte, eine ſo muͤtter⸗ liche Theilnahme in den Worten der Kaiſerin, daß ſie das ganze Herz der Prinzeſſin ergriff. Ihr Kopf ſank auf den Tiſch, vor dem ſie kniete, und ſie ſchluchzte laut.Ich habe viel daruͤber nachgedacht, ob ich Euch jetzt beſſer auf Beſuch ſchickte zu einem unſerer Verwandten aber es koͤnnte ſcheinen, Ihr bekamet dadurch groͤßeres Unrecht in den Augen der Welt, als ich Euch zurechnen will man koͤnnte es fuͤr meine Ungnade halten

Darf ich herum kommen? rief die Prinzeſſin, lauter ſchluchzend und im ſelben Augenblick lag ſie ſchon vor der Kaiſerin und bedeckte mit ihren Thraͤnen und Kuͤſſen deren Knie und Haͤnde.

Ich denke alſo, Ihr bleibt bei uns, fuhr dieſe milde fortund zieht mit uns, wohin der Hof ſich