ehrte Individuum in ſeinen Rechten zu erhalten ſuchen, den erſten Schritt von der moraliſchen Hoͤhe abwärts thun, der ſie bald ſelbſt in Zweideutigkeiten verwickelt, die ſie nicht mehr vor einem reinen Bewußtſein verant⸗ worten koͤnnen. Nur durch verdoppelten Hochmuth ſu⸗ chen ſie ſich dann an Denen zu raͤchen, deren ſtrafendes urtheil ſie von ſich damit abzuhalten ſtreben, waͤhrend ſie bald in ihren verderbten Genoſſen die Unterſtuͤtzung und Gemeinſchaft finden, die ſie uͤber die geſunkene Stellung taͤuſcht.“
„Wo aber, beſter Lacy, iſt hier bei uns Veranlaſ⸗ ſung, ſo ſchwermuͤthige Erfahrungen zu machen! Sie erſchrecken mich mit dem traurigen Bilde, wie mit der Stimmung, in die Sie dieſe Betrachtungen verſetzen. Geſtehen Sie es ein, nicht hier, ſondern in Ihrem Frankreich machten Sie dieſe Bemerkungen!“
„Ach, theure Claudia! wir wollen uns nicht zu ſehr auf Koſten unſerer Nachbarn erheben. Vielleicht iſt der ganze Unterſchied zwiſchen uns, daß dort dieſer Sinn eine voͤllig anerkannte Berechtigung des Adels iſt, wel⸗ cher ſich vor dem Gericht der oͤffentlichen Meinung nicht mehr zu furchten hat, weil ein großes allgemeines Ver⸗ derben die Mehrzahl erfaßt und namentlich den Hofadel zu einer Verbruͤderung gefuͤhrt hat, die ihnen unterein⸗ ander jede Entſchuldigung ſichert, wenn derſelben noch
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