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bei Hofe, daß wir dadurch in den Fall kommen, uns ſeiner nicht erinnern zu koͤnnen?“
„Weil er ein Sonderling iſt, Euer Majeſtaͤt, aber einer von den Brauchbaren, die eben deshalb ein weite⸗ res Feld uͤberſehen lernten, auf welchem ſie durch An⸗ ſtrengungen einheimiſch werden wollen. Er macht pedantiſche Forderungen an ſich ſelbſt, und wenn ich ihn nutzen will, muß ich ihn zugleich gewaͤhren laſſen. Ich kann ihn nicht feſſeln, wie Andere wohl; er iſt zu unabhaͤngig, und hat die unangenehme Eigenſchaft nichts zu wollen.“
Die Kaiſerin laͤchelte, obwol ſich auf dem Antlitz des Grafen keine Miene zeigte, die dies veranlaſſen wollte.„In Wahrheit, das iſt eine unbequeme Eigen⸗ ſchaft,“ ſagte ſie dann.„Doch ſind wir wegen der Seltenheit derſelben geſonnen, ihm ſelbſt unſere Auf⸗ merkſamkeit zu ſchenken. Ihr werdet ihm ſagen, daß ich dieſen Aufſatz geleſen habe und mit ihm daruͤber ſprechen will. Seine Anſichten uber die theilweiſe Auf⸗ hebung der Leibeigenſchaft in Boͤhmen gewinnen da⸗ durch an Wahrheitskraft, daß er als Grundbeſitzer die Nachtheile empfinden wuͤrde, wenn das Geſchrei wahr ſein ſollte, womit man die Anregung dieſer Sache von jenen großen Herrn beantwortet hoͤren muß.“
„Es iſt allerdings wichtig, einen aus ihrer Mitte


