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Der Aachner Friede hatte ihre erblichen Rechte an⸗ erkannt, ihre Grenzen geſichert, die kriegeriſche Auf⸗ regung von ganz Europa zur Ruhe verwieſen, und ſie mußte ſich ſagen, daß ſie mit der Energie, welche ſie entwickelt, ſich ſelbſt zu einem gefuͤrchteten und geachteten Oberhaupte Deutſchlands gemacht habe, ihren Gatten zum Kaiſer erhoben, und in dem erlangten Beſitz ſo vieler Vorzuͤge eine Garantie fuͤr die ſtelzen Plaͤne ihrer Zukunft erreicht habe.
Doch taͤuſchte ſie ſich nicht uͤber den augenblicklich friedlich erſcheinenden Zuſtand Europa's. Zu wohl durch Kaunitz, ihren wuͤrdigen Repraͤſentanten bei den Frie⸗ densunterhandlungen zu Aachen, unterrichtet, ſah ſie in den ſchwachen Banden, die hier geknuͤpft waren, ſchon den Zuͤndſtoff neuer, unausbleiblicher Zwiſtig⸗ keiten, und den Krieg erwartend, nutzte ſie die truͤge⸗ riſche Ruhe, die wenigſtens einen Blick auf das innere Leben ihres Staates zukleß, um mit muthiger Hand die Wunden heilend zu beruͤhren, die der langjaͤhrige, bis in das Herz ihrer Laͤnder dringende Krieg uͤberall geſchlagen.
Die Groͤße der Schwierigkeiten ſchreckte die in vol⸗ ler Kraft ſich fuͤhlende Herrſcherin nicht zuruͤck, und in dem Kreiſe ihrer Unterthanen umherſchauend, entdeckte ſie bald die Geiſter, die ihr eine Stuͤtze werden mußten, indem ſie ihre Krafte zu leiten und zu nutzen wußte⸗


