Otwoht Fenelon nicht mehr perſoͤnlich die Erziehung in St. Sulpice leitete, da ſeine großen Faͤhigkeiten, nach mehreren, beſonders durch den König ihm uber⸗ tragenen Miſſionen, ihn jetzt zum Etzbiſchofe von Cam⸗ bray berufen hatten, ſo behielt er dennoch ein leiten⸗ des Auge fuͤr die dortigen Angelegenheiten, und vor Allem fuͤr Reginald und Ludwig— er erklärte die Erziehung der beiden jungen Leute fur vollendet! Reginald hatte ſein einundzwanzigſtes, Ludwig ſein zwanzigſtes Jahr erreicht; Fenelon fuͤgte als Rath fuͤr Beide hinzu, ſie nicht zu trennen, ſondern ver⸗ einigt, wie ihre Herzen waren, ſie auch gemeinſam auf Reiſen zu ſchicken. Dieſer Vorſchlag ward von dem Grafen Crecy und ſeiner Gemahlin mit vollſtaͤndiger Zuſtimmung aufgenommen;— er verſchob fuͤr den Grafen den gefuͤrchteten Augenblick, den Juͤngling Re⸗ ginald, der unter dem Titel des Chevalier de Ste. Roche, als ſein Muͤndel, bis jetzt noch von jeder Nach⸗ frage ſeiner Verhältniſte abgehalten war, zu einem
neuen Lebensabſchnitte gefuͤhrt zu ſehen, der die faſt noth⸗


