Teil eines Werkes 
2. Theil (1843)
Entstehung
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ſei. Sie hing ſich mit der jugendlichen Hoffnung an ihn, ſie werde ihn erheitern können, und Leonin mußte ſich wenigſtens in Etwas theilnehmend zeigen, um das geliebte Weſen nicht zu ſchmerzlich zu täuſchen. Er durfte ſich uͤberhaupt dieſen Anforderungen nicht entzie⸗ hen, da es ihm, als Oberhaupt der Familie, zukam, ſei⸗ ner Schweſter die Honneurs zu machen. Man konnte in dieſer Zeit nichts Schoͤneres ſehen, als den Marquis d'Anville mit ſeiner Braut, und der Hof nahm ſelbſt den ſchmeichelhafteſten Antheil an dieſer Erſcheinung, welche Lebrun in einem ausgezeichneten Bilde verewigte. . Nach den vollzogenen Vermählungs-Feierlichkeiten eurlaubte ſich das junge Ehepaar vom Hofe, und Leo⸗ nin hatte nun Zeit, fuͤr ſeinen Sohn die Einrichtungen in St. Sulpice zu betreiben. Bald zeigte ſich die ge⸗ heime Hoffnung Bonin's erfuͤllt. Beide Knaben ſchloſſen ſich mit groͤßter Liebe an einander, und beſon⸗ ders hatte Ludwig's Liebe faſt etwas Leidenſchaftliches und Schwaͤrmeriſches fuͤr Reginald; denn, ſei es das eine Jahr, was dieſer älter war, ſei es ihre auffallende Charakter-Verſchiedenheit, genug, ungeſucht wurde ihr Verhaltniß das eines Beſchutzers und eines Beſchuͤtzten. Wir verlaſſen hier den Kreis, den wir bisher Schritt vor Schritt verfolgten. Es kommen in dem Leben jeder Familie Zeiten vor, die leer erſcheinen und