Teil eines Werkes 
1. Theil (1843)
Entstehung
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koloſſalen Schreibtiſche eingenommen, deſſen Aufſatz

von ſchwarzem Ebenholze auf Füßen von weißem Mar⸗ mor ruhte, und mit einigen künſtlichen Vorrichtungen zum Schreiben verſehen war, nebſt einem hoch darüber ragenden Crucifixe von Elfenbein und mehreren ſchwe⸗ ren, koſtbar eingebundenen Büchern. Herum ſtanden drei Armſeſſel, mit dem Stoff der Tapeten bedeckt, die verſchoben waren, als ſei dies eben bei'm Aufſtehen geſchehen.

Dies war ihr geheimes Konferenz-Zimmer, ſagte St. Albans leiſedieſer ſchöne Schrank ent⸗ hielt die laufenden Akten und Briefe; in dieſem mit⸗ telſten Seſſel ſaß die Königin, hier die Räthe oder die andern betheiligten Perſonen hier an der Wand, auf dieſer Bank, die Hoffräulein, wenn ſie bleiben

durften auch ſoll ſie gern während der Berathun⸗

gen in der Fenſter-Niſche über dem Stickrahmen ge⸗ ſeſſen haben, aber der damals anweſende Kaſtellan Hieronimus verzeichnete darüber: Alle hätte ein Fürch⸗ ten beſchlichen, wenn jene, ſo das Geſicht zur Stickerei abgewendet, Rath gehalten hätte; ſie ſolle dann noch mehr, als gewöhnlich, haben verüben können! Scht,

der eingeſpannte Silberſtoff, an dem ſie damals ge⸗

arbeitet, iſt noch ſichtbar, aber freilich erblindet, ver⸗ ſtäubt und keine Reinigung mehr aushaltend. Ach, 24*