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„Sie ſind's,“ erwiederte ihr Gemahl—„und ſelten iſt wohl eine Erbſchaft, die eine halbe Million betragen mag, mit ſchwererem Herzen angetreten wor⸗ den, als dieſe— ja, ich geſtehe Dir, daß ich mich noch nie der Revenüen, die daher kommen, zu einer Erweiterung unſeres Etats habe bedienen mögen, daß ich mich mehr als den Verwalter dieſer ſchönen Güter, als den Beſitzer anſehe, und ziemlich zu ihrer Ver⸗ beſſerung dieſe Summen wieder verwendet habe, da
die lange trübſelige Vernachläßigung derſelben dies auch
nöthig erſcheinen ließ.“
„Ich habe Dich noch nie von dieſen Beſitzungen ſprechen hören,“ ſagte die junge Frau—„obwohl ich wußte, daß ſie Dir gehörten, und ein Umſtand mich für ſie intereſſirte, nämlich die Nähe von Ardoiſe, dem Schloſſe meiner geliebten Tante Franciska. Doch ſage mir, darf ich erfahren, warum ſie dieſen ſeltſa⸗ men Eindruck auf Dich machen?“
„Es gehörte viel Zeit dazu, Dir den ganzen Inhalt dieſes Gefühls zu erklären,“ erwiederte der Marquis.„Ich brachte das letzte Jahr ſeines Lebens bei dieſem alten unglücklichen Oheim zu, und er hat vor mir in ſeinen langen ſchlafloſen Nächten die Ge⸗ ſchichte ſeines trüben und ſchuldigen Lebens mit einer
Klarheit der Erinnerung, mit einer Schärfe der Com⸗


