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Dies Gefuͤhl war ſtark genug, um ihr den Tod Suſa's, als ſie ihn nun auch erfahren mußte, leichter voruͤber zu fuͤhren, obwohl es den Schmerz der Hei⸗ mathloſigkeit, der ſie uͤberfallen, nur noch verſtaͤrkte.
Von der hoͤchſten Sehnſucht getrieben— wie ſie es war— fuͤhlten ihre beiden Freunde bald, ſie muͤßten dieſem reinen, kindlichen Gefuͤhle vollen Lauf laſſen— und erſt als ſie an ſeinem Sarge knieen konnte und unter heißen Thraͤnen beten, ward ihr ganzes Weſen aus der Heftigkeit des erſten Schmerzes erloͤſt.
Es war nicht moͤglich, wie es Herr Cornelius vorge⸗ habt hatte, Floris ſogleich aus dem Hauſe zu entfernen. — Standhaft blieb das treue Kind als Wache an dem Sarge ihres Vaters und ihrer alten Pflegerin— und wer die flehenden Bitten hoͤrte, die ſie an ſeinen Geiſt richtete, ihr zu vergeben und ſie zu ſegnen— der konnte nicht ohne Gemuͤthsbewegung ſehen, wie ſich die zu An⸗ fang ſo finſter grollenden Zuͤge des Todten nach und nach lichteten und endlich faſt ein Lächeln um ſeinen Mund entſtand, welches ſelbſt die Falten von ſeiner Stirn zu nehmen ſchien.„Weiß Gott,“ ſagte Herr Cornelius zu Herrn Harſens—„ſie betet ihn aus der Hoͤlle heraus. Man koͤnnte denken, er habe um die⸗ ſer Bitten willen Gnade vor Gott gefunden— ſo verklaͤrt ſich dieſe verwilderte Menſchenbildung.“


