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nicht, wie ſie ſelbſt, ſpäter zu jedem höheren Verhältniß unfaͤhig erklaren zu muͤſſen.
Nun läͤßt ſich nicht leugnen, daß damals die An⸗ ſichten uͤber das, was ein Amſterdamer Buͤrger ſich zu⸗ erkennen durfte, durch die Mittel der meiſten ſich ſo ge⸗ ſteigert hatte, daß ſie bei weitem jede, auch die billigſte, Anforderung ihres Standes uͤberbot, und außerdem gewaͤhrte das vornehme Haus Marſeeven mit ſeiner furſtlichen Einrichtung ein Vorbild, wogegen Vieles zuruͤckbleiben mußte.
Aber Angela verfiel auch nicht in den Fehler, ſich ein ſolches Vorbild zu nehmen, ſie konnte ſelbſt die fruͤ⸗ hen Gewohnheiten nie ſo gänzlich los werden, daß ſie ſolche Verhältniſſe fuͤr ſich nur wuͤnſchenswerth oder an⸗ wendbar gefunden hätte; aber ſie kennen zu lernen, an Frau von Marſeeven den geſchickten bequemen Ge⸗ brauch derſelben bewundern zu können, bildete ihren Geſchmack und gab ihr Sinn, die oft noch in der groß⸗ ten Roheit ſich aufnothigenden Maͤngel ihres eigenen Hauſes zu bemerken.
Nees war durch Herrn von Marſeeven gezwungen worden, vierteljaͤhrlich bei ihm eine vorgeſchriebene Summe fuͤr ſeine Frau nieder zu legen, von der dieſe nach Belieben nehmen konnte und welche der gute Oberſchulze mit großer Strenge eintrieb, da Nees kein


