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Unbeſchreiblich niederſchmetternd war der Schlag, den Nees von der Nachricht bekam, wie gemein er ſich mit den Domeſtiken der vornehmen Verwandtin gemacht, welche er beſchloſſen hatte, grob und anmaaßend zu be⸗ handeln, weil er gehoͤrt hatte, das ſei vornehm.
Alles glaubte er hinter ſich zu haben, alle Noth be⸗ ſiegt, und ſich als ganzer Mann luſtig und gewandt be⸗ nommen zu haben— und nun ſollte nach dieſer uner⸗ hörten Demuͤthigung, daß er und Angela der Kammer⸗ frau die Hand gekuͤßt und ſie um eine Umarmung fuͤr ſeine hochgeborene Frau gebeten hatte— da nun ſollte die Begegnung mit der rechten Tante erſt angehen, und wenn das nur ihre Dienerſchaft war— wie mußte ſie dann ſein. Er wurde aſchfarben und zitterte— er blickte nach der Thuͤr und es reizte ihn zu entſpringen und Angela ihrem Schickſale zu uͤberlaſſen— dann vergingen ihm alle Gedanken und er ſtand dumm vor ſich hin.
Aber was ging indeſſen in Angela vor? Ihr Gatte verlor den letzten Reſt von Vertrauen— und es faßte ſie eine Verſtocktheit und ein Gefuhl von Vereinſamung, als wenn ſie am Rande des Grabes ſtände.
Der Kammerdiener durfte ihnen nicht viel Zeit laſſen — er erinnerte ſie, daß die Damen ſie erwarteten und iett ſtuͤrzte Nees, um alle ſeine Ueberlegung gebracht,


