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veranlaßt, war aber unwillkuͤrlich eine Reibung entſtan⸗ den, die gefahrlicher als Jugend und Schönheit die Lei⸗ denſchaftlichkeit in ihnen reizte. In dem Maaße, wie Argyle fuͤhlte, daß Urica zugleich ein vollkommen ſchö⸗ nes Weib ſei und das erſte Gefuͤhl gluͤhender Liebe in ihm werde, in dem Maaße war er faſt erzuͤrnt uͤber ſeine Niederlage und beſtrebt, das Weſen zu beherrſchen, deſ⸗ ſen Herrſchaft er furchtete.
So wie Urica ſich durch Argyle in gewoͤhnliche Männerkuͤnſte, Wechſel der Laune, unberechtigte Ver⸗ traulichkeiten, kalte Zuruͤckſetzung und launenhafte Wiederkehr der fruͤheren ſchoͤneren Haltung verflochten ſah, unterlag ſie nicht wie ſo Viele und ſo viele Liebens⸗ wuͤrdige ihres Geſchlechts, ſondern ſie nahm mit Faſ⸗ ſung den Kampf an— und das Strankett in der ſichern Hand flogen die Federbälle des guten Herzogs meiſt auf ſeine Stirn zuruͤck.
Dennoch blieb Urica uͤber dieſe Kaͤmpfe hinaus im Verbande einer Freundſchaft zu ihm, die aber ſchon mehr dem gemeinſchaftlichen Intereſſe angehoͤrte und ihm noch immer das begluͤckende Verſtaͤndniß erhielt, das nur eines Blickes bedarf, um die Uebereinſtimmung zu verrathen. Die letzte Zeit hatte Urica in dieſer Be⸗ ziehung wieder ſicherer zu ihm geſtellt, weil ſie ihm be⸗ reits auf dem vaterlaͤndiſchen Boden Dienſte zu leiſten


