Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
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welches die Mutter Barneveldts ihm nach ihrem Tode hinterlaſſen hatte, und es ging daraus ziemlich beſtimmt hervor, daß die edle Frau ihm damit eine verſaͤumte Gerechtigkeit des Schickſals gewaͤhrte, da ſeine Mutter eine Dienerin des Hauſes, und dieſer Knabe von un⸗ ehlicher Geburt war. Daß Van der Nees den Namen ſeiner Mutter fuͤhrte, wußte er freilich; aber obwohl unter beſſeren Einfluͤſſen aufgewachſen, kränkten ihn dieſe Umſtaͤnde ſeiner Geburt doch wenig, denn es lag zu viel in ſeiner Naturanlage, was ihn, jedem beſſe⸗ ren Gefuͤhl entgegen, fuͤr den Begriff der Ehre eines reinen Urſprungs unempfaͤnglich machte. Dagegen zeigte ſich von Kindheit an eine große Begierde nach dem Erwerb von Geld und Gut, und er belächelte jedes an⸗ dere in ſeinen Umgebungen verfolgte Intereſſe. Sein einziges lebhafteres Gefuͤhl, welches jedoch immer nur ſelten und bei ungewoͤhnlichen Veranlaſſungen hervor⸗ trat, war die blinde Anhaͤnglichkeit an das Haus Bar⸗ neveldt, wovon Keiner ausgeſchloſſen war, und welche er wie durch Inſtinet auf Alles uͤbertrug, was zu ihnen gehörte. Dennoch war ihm erſt leicht zu Muth, als er kaum ein Juͤngling daſſelbe verließ und ein elendes, einſam bruͤtendes Leben begann, worin er ſich ſeiner eignen Neigung erſt wieder uͤberlaſſen konnte, in welcher ihn die ſtolzen Sohne Barneveldts mit ihren