Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

351

aus dem Auge der einzigen Vertrauten, ihrer ehr⸗ wuͤrdigen Schwiegermutter, ſie mehr an ihr Vergehn erinnerte, erſchutterte ihr ſtolzes, hartes Selbſtgefuͤhl und rief eine langverſaͤumte Weichheit der Gefuhle hervor, die den Abend ihres Lebens mit einem ſanft leuchtenden Glanz umzog.

Brirton gab den Bitten ſeines Zoͤglings nach und beſchloß, noch immer thätig und ſeinem Berufe getreu, Segen ſpendend, wo er erſchien, ſein Leben auf Buckingham⸗Park.

Lanci war als tuͤchtiger Jägersmann uͤber die her⸗ zoglichen Waldungen geſetzt, und Margarith hatte keine Bedenklichkeiten mehr, ihm ihre Hand zu reichen.

Nach einigen Jahren, als Lady Maria der Köni⸗ gin aufwartete, druckte ihr dieſe ein Blatt in die Hand.

Es war aus Frankreich. Pater Clemens ſchickte ihr ſeinen Segen und Electas letzten Gruß. Als Ur⸗ ſulinerin war ſie in frommer Stille, bald nach ihrer feierlichen Aufnahme in das Kloſter St. Clara, dem der Pater Clemens als Beichtvater vorſtand, verſchieden.

Maria ſchickte ihr den wehmuͤthigen Gruß der Liebe nach, mit dem wir gern ein hinubergegangenes Leben begleiten, das hier in dem zu hart befundenen Boden nicht wurzeln konnte, deſſen Bluͤthen dem er⸗

ſien Nachtfroſt erliegen, und uͤber deſſen zarte Ranken