Augenblick, wo ich das ſuͤßeſte Gluͤck meines Lebens ausſpreche. Sie iſt meine Tochter, und ihre recht⸗ mäßige Mutter iſt Eliſabeth von Buckingham, die Gott fruͤher von dieſer Erde rief, als ich vor dem Angeſichte der Menſchen ihre heiligen Rechte anerkennen durfte.
Du der Koͤnig? Eliſabeth meine Mutter? rief Ma⸗ ria. Die Ueberraſchung ſchien ihr alle Kraft zu rauben.
Der Koͤnig fuͤhrte ſie nach einem Lehnſtuhle, ſie zaͤrtlich ſtuͤtzend, waͤhrend um ihn her das Erſtaunen und die Ueberraſchung Aller ſich in den verſchieden⸗ ſten Erſcheinungen kund gab.
Doch wir werden das muͤtterliche Gefuͤhl ver⸗ ſtehen, wenn wir ſagen, daß die Herzogin, deren lange ſchmerzvolle Befuͤrchtungen wir kennen, ihre Augen zu Richmond erhob, und, zaͤrtlich ſich an den Herzueilenden lehnend, ihn feſt und mit einem ſeligen Laͤcheln an ihre Bruſt druckte.
Mit ſtummem Entzuͤcken blickte die alte Herzogin auf dieſe Scene, die ſie ſo wohl verſtand, denn der Augenblick, der dem Koͤnige die Tochter, hatte auch ihr den verklaͤrten Sohn, ſein in reiner Tugend ſtrahlendes Bild zuruͤckgegeben.
Dieſer ruͤhrende und uͤberraſchende Moment, der alle Anweſenden auf's Tiefſte und Verſchiedenartigſte bewegte, ward unterbrochen, indem Sir Walther


