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res Gemahls, ſeinen letzten Willen und ihr eigenes Le⸗
ben ſeit deſſen Tode drehten. Eben ſo Lord Richmond.
Der Koͤnig blickte ihn mit langen prüfenden Blicken an,
während er mit der Herzogin redete, und Jeder ſah,
daß dieſer ſeine vorzuͤgliche Aufmerkſamkeit feſſele. Unſer erſtes Zuſammentreffen, Lord Derbery, ſprach er freundlich, war ernſter Art, gereichte Euch aber ſo ſehr zur Ehre, daß Ihr es nicht anders wün⸗ ſchen koͤnnt.
WDer erſte wichtige Moment meines Lebens, unter den Augen Euer Majeſtät beſtanden, erwiderte Rich⸗ ond bewegt, moͤge alle folgenden der Art heiligen!
So! ſagte der Koͤnig mit beinahe wankender Stimme; habt Ihr ſeitdem fortgefahren, das Werk ritterlichen Schutzes zu uͤben?
Richmond blickte uberraſcht den Koͤnig an und traf auf das pruͤfende, ausdrucksvolle Auge deſſelben, worin etwas lag, das er nicht verſtand.
Die Gelegenheit ſoll mich entſchloſſen finden, hoffe ich, erwiderte er; doch zu ſuchen braucht ſie der Mann nicht.
Brav, brav! rief der Koͤnig, und ich glaube, der
WMuth, der zu ſeiner Befriedigung die Gefahren veran⸗ laßt, die er zu beſtehen trachtet, fuͤhrt mehr Unheil her⸗ bei, als ihm abzuwenden geſtattet iſt.


