Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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ſtehn moͤchte. Und daß ſie jede wirkſame Verfolgung hinderte, daß ſie von Archimbald, der leicht ſich zu be⸗ ruhigen weiß, ſtreng begehrte, ihre Soͤhne zuruckzuhal⸗ ten, beweiſt genug, daß ſie der Verſuchung unterlag. Denn allerdings muß ſie dieſelbe in Membrockes Haͤn⸗ den jetzt nach ſo langem Zoͤgern fuͤr verloren halten, und der Gedanke daran guält ſie und entfernt ſie doch eben immer mehr von dem Wunſche, ſie wieder aufzu⸗ finden.

Das goͤnne ich ihr von Herzen, rief behaglich freund⸗ lich die Lady; in ihre eignen Fallen muͤſſen dieſe Heuchler ſich verſtricken; beſſer moͤchten ſie ſein, als Andere, um hochmuͤthig herabſehen zu koͤnnen. Wenn wir der reizen⸗ den Suͤnde in unſern Wegen nicht auszuweichen wiſſen, ziehn dieſe Heuchler ſelbſt das Bild der Tugend, womit ſie prunken, zu dem Dienſt ihrer Suͤnde hin. Ja, ja, es iſt Alles eins. Nur wird der Eine von der Welt gezuͤchtigt, der Andere dagegen in ſeinem ſchwachen Her⸗ zen, und der Zufall iſt bei Beiden der geſchaͤftige Wirbel⸗ wind, der daruͤber fährt, und nach allen Ecken hin ver⸗ wechſelt und durcheinander wirft, was die jaͤmmerliche Klugheit der Menſchen geſondert zurecht legte.

Kann man ſich Tolleres denken, als daß dieſer neckiſche Zufall das Maͤdchen, auf deſſen Haupte ein unſichtbares Diadem gerubt, welches behuͤtet und bewacht