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Maria ſchwieg, wie gelähmt vor Schrecken und Abſcheu; erſt nach langer Bekämpfung der dadurch er⸗ regten Schmerzen fuhr ſie ſchuͤchtern fort:
Und bin ich hier ſicher? Werde ich hier nicht er⸗ reicht werden? und wer läßt mir hier Schutz angedei⸗ hen? Wem habe ich nächſt Euch zu danken?—
Den mächtigen Obern meines Ordens, die in die⸗ ſem Hauſe, welches unter ihrer beſonderen Macht ſteht, ſchon manche von der Welt verfolgte Unſchuld gerettet haben, denen ſeid auch Ihr verpflichtet. Aber kuͤmmert Euch um dieſe Verpflichtungen nicht, Euer Verwandter wird dieſe Anſpruͤche dereinſt anerkennen und ſie zu be⸗ lohnen wiſſen.—
Und, Sir, fuhr ſie fort, und Unruhe und Bekuͤm⸗ merniß malte ſich in ihren Zuͤgen, ſtehe ich nicht unter dem Einfluß der ſchrecklichen Frau, oder wie bin ich vor ihr zu ſichern?—
Ihr werdet derſelben Frau im Laufe des Tages noch vorgeſtellt werden und Euch dann ſelbſt uͤberzeu⸗ gen, daß, wer nicht bei Nacht ſich muthwillig ihr ent⸗ gegen ſtellt, bei Tage nichts von einer Unglucklichen zu leiden hat, die bei uns allen den hoͤchſten Anſpruch auf Mitleiden und ſogar auf Achtung beſitzt. Ein hoͤchſt bewegtes und der weltlichen Begierde ergebenes Leben ſucht ſie gut zu machen durch eine fromme Hingebung


