Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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ihm empor, als hätte ſie ihn allein beleidigt, und ſagte mit ſanfter Stimme:

Ich ſehe es wohl ein, daß Ihr ganz recht habt, und Eure Guͤte, mich daran zu erinnern, iſt ſehr groß. Ich bin viel zu ſruͤh dem Rathe meiner Verwandten entzogen worden; alle meine Fehler ſind daher unbe⸗ achtet geblieben, und ich ſelbſt habe verſaͤumt, mit Ernſt darauf zu wirken. Aber gewiß will ich von jetzt an, da Gottes Guͤte mir eine Warnung durch Euch ſchickt, dagegen nicht langer nachſichtig ſein. Darf ich Euch indeß nun einen Wunſch geſtehn, der ſehr lebhaft in mir wird, ſeit ich weiß, daß ich betrogen ward.

Redet, liebe Tochter, erwiderte der Pater Clemens mit dem väterlichen Tone, in den das Fräulein ihm ſelbſt ſo eben hineingeholfen hatte, mit Antheil will ich alle Eure Wuͤnſche hoͤren und foͤrdern, was moͤg⸗ lich iſt.

Maria oͤffnete die Lippen, aber ein tiefes Roth deckte plotzlich ihr unſchuldiges Angeſicht, und ihr Kopf ſank auf ihre Bruſt. Nach einigen verlegenen Augen⸗ blicken hob ſie ſchuͤchtern an:

Glaubt Ihr, verehrter Sir, daß eine aufrichtige Darſtellung der Wahrheit und meiner damit verfloch⸗ tenen Thorheit die theure tugendhafte Familie verſoͤh⸗ nen koͤnnte, die ich durch meine unbeſonnene Entfernung

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