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Was meint Ihr? unterbrach ihn Lady Maria, hef⸗ tig bewegt. Ich ward betrogen? Von wem? Sagt, ich bitte Euch, von wem?
Daß nur von Lord Membrocke die Rede ſein kann, daruͤber koͤnnt Ihr gewiß nicht im Zweifel ſein, ant⸗ wortete Pater Clemens, von ihm, der, um Euch aus der Obhut der Familie zu entfuͤhren, in deren Kreiſe Ihr lebtet, kein anderes Mittel wußte, als jenen erlo⸗ genen Brief.
Großer Gott! ſeufzte hier das ungluͤckliche Mäd⸗ chen, in ihren Sitz zuruckfallend, ſo hätte ich recht ge⸗ ahnet? Doch wie koͤnnt Ihr den Brief erlogen nennen, rief ſie alsbald, ſich erhebend, der ſeine Handſchrift zeigt, mit ſeinem Siegelring geſiegelt, den ich ſo oft an ſei⸗ ner Hand geſehn?—
Armes Kind, es war leicht, Euch zu betrügen, denn die Hoͤllenkuͤnſte ahnet ihr nicht, womit gewandte Schreiber eine jede Handſchrift nachzuahmen wiſſen, und daß man Siegelringe ſtehlen koͤnne, war Euch auch wohl kein vertrauter Gedanke.
Schaudernd verhuͤllte Maria ihr erblaßtes Angeſicht und ein Gefuͤhl von Troſtloſigkeit, eine Verlaſſenheit, ein Elend noͤthigte ſich ihrem Geiſte mit dieſer Ent⸗ deckung auf, wie ſie es nie empfunden, und ihre erſte Flucht, ihr Alleinſein auf der Landſtraße, an Hunger und


