Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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wohin nur Margarith die Ladh begleitete. Auf das Ange⸗ nehmſte fuͤhlte ſich Maria von dem erſten Anblicke deſ⸗ ſelben uͤberraſcht. Es gehoͤrte zu den Zimmern, die uns ſogleich einladen zu bleiben und uns Alles darzubieten ſcheinen, was ein ſinniges Leben erfordert. Es war an⸗ genehm erwaͤrmt, und nur ein mildes Kohlenfeuer gluhte noch in dem Marmor⸗Kamin, der den ganzen Hinter⸗ grund des ſchmalen Zimmers einnahm. Davor ſtan⸗ den auf einem ſchoͤnen Teppiche mehrere bequeme Seſ⸗ ſel, ganz, wie die Wände und Vorhaͤnge des Zimmers, mit gruͤnem Damaſt und goldenen Vorten bedeckt. Es ſchien, als hätten Freunde ſo eben von traulicher Zwie⸗ ſprache ſich erhoben, und Maria konnte ſich nicht ent⸗ halten, voll Hoffnung und Sehnſucht nach ihren leeren Sitzen zu blicken.

Gegenüber zeigte ſich das breite hohe Fenſter, das in ſeine tiefen Waͤnde eine kleine Bibliothek aufgenom⸗ men hatte, wovor ein ſchoͤn geformtes Leſepult ſtand, mit allen Einrichtungen zum Schreiben verſehn, und an ein kleines Ruhebett war zu ihrer freudigen Ueber⸗ raſchung eine Harfe gelehnt. Mehrere Bilder, an den Wänden paſſend vertheilt, ſchienen alte Portraits und Heiligenbilder, und entgingen vorerſt ihrer Betrachtung, da der Schein der Kerzen ihre finſteren Tafeln nur

ſchwach erhellte. Auch drängte Margarith, begierig die 18*