Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

269

Ja, ſagte hier der Juͤngling, der gute alte Vater iſt es aber gar nicht, der uns trennt; er muß es nur thun, weil es Ihro Gnaden haben wollte. Er hat es mehr als hundert Mal geſagt, wenn ich ein ordentlicher Mann wuͤrde, ſollte Margarith meine Frau werden.

Schweig doch davon, Lanci, rief Margarith da⸗ zwiſchen, wer wird davon ſprechen.

Aber, ſagte Lanci, die liebe Dame denkt ſonſt, wir ſind ſchlechte Kinder. Wir thun es aber blos heim⸗ lich, damit, wenn's herauskommt, der Vater ſagen kann, daß wir beide Schuld haben, und wird Margarith dann fortgejagt, ſo heirathe ich ſie gleich.

Nein, ſagte Margarith, nicht eher, als bis Du Jäger biſt; das thue ich dem Vater nicht zu Leid, ſo lang Du Burſche biſt.

Lanci warf den Kopf hinten uͤber, wie Jemand, der es beſſer weiß und ſeiner Sache ſehr gewiß iſt.

Aber wenn Ihr doch auch dem Vater davon nichts ſagen wolltet, ſetzte jetzt Margarith beſorgt hinzu.

Wahrlich, ſagte Maria, lächelnd den Kopf ſchüt⸗ telnd, ich werde ganz ſchwer von allen Deinen Geheim⸗ niſſen. Wenige Stunden bin ich erſt hier, und zwei wichtige Dinge willſt Du ſchon mich zu verhehlen zwingen. Weißt Du wohl, daß das Letzte mir wichti⸗ ger ſcheint, als das Erſte?