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groͤbſten Vernachläſſigung. Man wußte oft, daß Frauen, zweideutig in Ruf und Sitte, Koͤniginnen des Feſtes, die edelſten und vornehmſten Damen ihnen nachſtehen, und ihren Launen und Wuͤnſchen unterworfen ſein wuͤrden. Dennoch wagten dieſe hier weniger wegzublei⸗ ben, als aus den Gemächern der Koͤnigin; denn welche hätte nicht einen Gatten, Sohn, Vater oder Bruder zu ſchutzen gehabt, und wer konnte nachweiſen, daß Bucking⸗ ham eine Vernachlaͤſſigung verziehen oder uͤberſehen hätte!
Schon hatten ſich am erwaͤhnten Abend die glaͤn⸗ zenden Raäume in allen Richtungen mit den ausgezeich⸗ netſten Perſonen des In⸗ und Auslandes gefuͤllt. Die ſchoͤnſten Frauen in dem koſtbarſten Putze, die Männer mit Allem, was ihnen Auszeichnung verleihen konnte, und einem zahlteichen Gefolge von Pagen und Dienern, welche die Vorhallen einnahmen, Alles draͤngte ſich durch und in einander, und ſuchte mit Hoͤflichkeit oder mit Gewalt den Vortheil eines Platzes zu erringen, der dem Range oder Intereſſe des Geladenen entſprechend ſchien. Aber obgleich die Mehrzahl ſich ſchon beiſammen fand und die Zeit bedeutend vorgeruͤckt war, fehlte doch dem Gan⸗ zen ſichtlich der Mittelpunkt, der Wirth ſelbſt, der allein ſo viele ſich widerſtrebende Elemente, wie dieſe Säle um⸗ ſchloſſen, zu verbinden unternehmen konnte. Es war deutlich zu ſehen, wie bei'm langen Harren, das den


