S
gen jener koniglichen Frau in der Geſtalt wieder zu fin⸗ den, wie ſie von ihr dieſem Nachfolger uͤberliefert wa⸗ ren. Der wohleingerichtete Mechanismus eines Staates lauft indeſſen, dem Anſchein nach, eine Zeitlang noch ungeſtoͤrt in ſeinen Gleiſen fort, wenn ſchon die leitende Hand fehlt, die ihm ſeine urſprungliche Thätigkeit gab. Es iſt dies oft wahrzunehmemde ſcheinbare Fortbeſtehn unter der Buͤrgſchaft einer geweſenen Groͤße nur allzu geeignet, diejenigen in ſelbſtgenügendes Vertrauen ein⸗ zuwiegen, die von Segnungen ſich noch erreicht fuͤhlen, welche ſie ſchon längſt aufgehoͤrt haben auch ihren Nachkommen weiter vorzubereiten.
Koͤnig Jakob beſaß eine Menge ausgezeichneter Kenntniſſe, die aber in ihm zu keinem Reſultat von Bildung gediehen waren und ihn bloß mit der lͤcher⸗ lichſten Eitelkeit erfuͤllten, wozu ſchwache Geiſter ſich ſtets durch die Anſtrengungen berechtigt halten, die ih⸗ nen das Erlernen verurſachte, und wodurch ſie ſich ge⸗ neigt fuͤhlen, ihnen einen überſchaͤtzten Werth beizulegen, wie duͤrftig ſie auch dem leicht ſich befruchtenden Genie zur Seite ſtehn. Seine ſchwache, durch Erziehung und langiahrig beugende Verhältniſſe vollig erdruckte Natur hatte keine Kraft, ſich durch die hohe Stellung zu elek⸗ triſiren, zu welcher der Tod Elifabeths ihn rief. Ohne
wahre Kraft war er eben ſo wenig fähig, ein Thrann,
—


