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einen Augenblick zu weilen und den Ueberblick zu ge⸗ nießen, der dieſe großartige Architektur zugleich als eine intereſſante Geſchichte der Baukunſt darſtellte.
Den Eingang zum Caſtell erreichte man uͤber eine Zugbruͤcke, die unmittelbar in ein hohes gewoͤlbtes Thor fuͤhrte, das von zwei ſonderbar gewundenen und mit Gallerien verbundenen Thuͤrmen gehalten ward. Man
hatte alsdann den Schloßhof erreicht, und dem Ein⸗
gangsthor gegenuͤber zeigte ſich die ſchoͤnſte, wenn auch nicht die älteſte Seite des Caſtells. Sie gehoͤrte einer ſpätern Zeit und ſchon beſtimmt der gothiſchen Bau⸗ kunſt an; aber ſie war— durch welche Begebenheiten, blieb unentſchieden,— in ihrem oberen Ausbaue der Zerſtorung am meiſten anheim gefallen und zeigte nur noch die unteren Räume erhalten, die in drei hohen ge⸗ woͤlbten Hallen beſtanden und den Durchgang nach dem zweiten Schloßhof bildeten. Mit angenehmem Erſtau⸗ nen ſah man ſich von hier aus dem praͤchtigen Wohn⸗ gebäude gegenüber, das, mit allem Glanz ſeiner ſtets reichen Beſitzer in dem reinſten Sthle errichtet, den wohlthuenden Eindruck hervorrief, als ob man die Herr⸗ ſchaft des Schoͤnen unter dem Schutze cwiliſirterer Zei⸗ ten hier aufgebluͤht ſähe.
Das Schloß lag auf dem hochſten Punkte und da⸗ her hoͤher, als das Caſtell, und der Schloßhof fuͤhrte


