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rollende Redeweiſe iſt voͤllig zum Gemeingut wor⸗ den. Weil denn nun Alle einen guten Stil ha⸗ ben, und zwar Alle den naͤmlichen guten Stil, ſo ſteht zu befuͤrchten, daß darüber aller Stil zu Grunde gehe, der nämlich, von dem es heißt: le style cest Fhomme! Ein bedrohliches Zeichen, daß wir uns wirklich dem glänzenden Elend der Klaſſicität nähern, womit fuͤr eine Nation doch nichts anders geſagt wird, als daß ſie in ihrer Lite⸗ ratur das Bewußtſein einer großen Vergangenheit ausſpricht, ohne eine über ſich hinausragende Ge⸗ genwart zu haben. Mußten wir ja ſogar erſt kuͤrz⸗ lich, und zwar aus der Mitte des weiland jungen Deutſchlands heraus, ein Liedchen ſingen hoͤren, das die graue Nebelgeſtalt des alten Ramler mit den berufenen Wappenſchildern von klaſſiſchem Muſter, Korrektheit, Geſchmack u. ſ. w. aus ihrer Vergeſſen⸗ heit heraufbeſchwoͤrt. Solcher Richtung gegenuber muß man es noch fuͤr ein guͤnſtiges Shmptom hal⸗ ten, wenn der herrliche Goͤthe nicht allgemein aner⸗ kannt, ja wenn er verunglimpft wird; beſſer ſo, als daß er, was von einer andern Seite her in kurz⸗ ſichtiger Aeſthetik geſchieht, zum Muſterpoeten ver⸗ knoͤchert wird. Es hat indeß mit der Klaſſicität keine


