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„Freilich,“— fuhr er fort,„war die Hoffnung allzu vermeſſen, in Euch eine Bundesgenoſſin zu finden.“
„O,— daß ich es zu ſein vermöchte!“ rief ſie begeiſtert,„aber was vermag denn ein ſchwaches Weib!“
„Alles, wenn es Euch gleicht an Hoheit der Ge⸗ ſinnung und Stärke des Charakters!“ unterbrach er ſie voll Feuer.
„So ſaget mir, was ich thun kann, zeigt mir den Weg, den ich wandeln ſoll, und ich werde Eurer Wei⸗ fung folgen, aber Ihr ſeht, ich ſelbſt ſehe noch zu un⸗ klar, um den rechten zu finden.“
„Iſolde,“ ſagte er unendlich ſanft,„Ihr kennt die Geſchichte meiner Vergangenheit— und Ihr habt mich nicht verkannt und verdammt.“
„Ich habe nie anders, als mit der innigſten Be⸗ wunderung zu Euch aufgeblickt.“
„O, ſaget nicht ſo, wo ich ſelbſt vor Euch auf den Knieen liegen und zu Euch beten möchte, als zu einer Schutzheiligen, unter deren Augen ich allein gewagt den Kampf mit dem Vorurtheil und mit alten herge⸗ brachten Formen zu beginnen.— O, Iſolde! möget Ihr dem Frevler zürnen oder ihn verdammen; die Liebe hat ſich in mein Herz geſchlichen und ich habe nur einen kurzen Kampf dagegen gekämpft— im höch⸗ ſten Heiligthume ſelbſt war mir die Himmelserſchei⸗


