Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Rückſicht auf die alte Muhme beſtimmen laſſen ihrer Zufriedenheit ſein Herzensglück aufzuopfern, allein da er gewohnt war ſie faſt wie eine zweite Mutter zu betrachten, hätte es ihm doch weh gethan ihrem Wil⸗ len entgegenhandeln zu müſſen. War es ihr nun ſchon auch nicht recht, daß Wolfſtein im übermüthigen Nürn⸗ berg die Gemalin ſuchte, ſo war doch Anna's Vater

mit einer hochmüthigen Krämerſippe. Das alte Fräu⸗ lein fügte ſich mit einem tiefen Seufzer in dieſe Wahl, aber ſie fügte ſich doch und gab weitere Intriguen auf, weil ſie geſehen hatte, wie ein hochadeliges Fräulein durch ſein Betragen der Familie auch keine Ehre gebracht.

Indeß that auch Iſolde, immer auf das Glück der Schweſter bedacht, das Ihrige, um die Hoffnungen darauf nicht wieder ſcheitern zu ſehen.

Sie ging zu Pirkheimer, vertraute ihm die Ge⸗ ſchichte von Anna's und Wolfſtein's Liebe, und bat ihn

Gunſten ordnen zu helfen.

Pirkheimer verſprach das Seinige zu thun, und fügte hinzu, daß ſchon zwei andere Fürſprecher, Amanda und Ulrich, ihn mit dieſer Sache betraut, und daß es nicht erſt noch ihres eigenen Vortrags bedurft hätte,

1561 Xx. Die Schultheißentöchter von Nürnberg. IMI. 12