Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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XI. Ein Bündniß.

Als der Schultheiß von Weichsdorf die Anerbie⸗ tungen, die ihm Wolfſtein gemacht, und noch mehr Anna's rührende Bitten, wie die Vorſtellungen Iſol⸗ den's gehört hatte, machte er ihm die Pflicht, ſich zu⸗ förderſt dem Rath zu ſtellen und mit ihm zu unter⸗ handeln, denn nur einem Freunde Nürnbergs, aber keinem übermüthigen Ritter könne er ſein Kind ver⸗ trauen.

Darin lag wohl eine Prüfung, aber auch eine Gewähr, denn es war vorauszuſetzen, daß der Rath, der einen Jauernberg begnadigt hatte, um ſo lieber einen Wolfſtein begnadigen werde, der nicht als ein Bittender kam, ſondern mit vortheilhaften Anerbie⸗ tungen, die Niemand weniger geneigt ſein konnte von der Hand zu weiſen als der Rath von Nürnberg, der auf jede auch noch ſo kleine Gebietserweiterung, jede neue Gerechtſame, die er ohne Opfer erlangen konnte, einen ſo außerordentlichen Werth legte.

Bis zu dieſer Entſcheidung verlangte der Schul⸗ theiß, daß ſich die Liebenden nicht ſähen und ihr Ver⸗ hältniß ein Geheimniß bliebe, damit man auf ihn

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