Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ter, die außergewöhnliche Begebenheit zu berichten, die ja für Iſolde beſonderes Intereſſe haben mußte, da ſie einſt die Fürſprecherin des Nachrichters Hart⸗ wig Rother bei dem Biſchof und bei ihrem Vater die für Gerhaus geweſen.

So trat er ein und fand Amanda und Iſolde.

Auf ihr erſchrockenes:„Schon zurück?“ das eben ſo gut ſich noch hinter der Verwunderung dar⸗ über verſtecken konnte, erzählte er in beſter Laune den ſeltſamen Vorfall.

„So gibt es ſtatt einer Hinrichtung eine Hoch⸗ zeit!“ endete er lachend, und jetzt fügte er hinzu: „Wo iſt Anna?— drinnen— wer ſpricht mit ihr?“ und er ging auf die Nebenthüre zu.

Da trat ihm Iſolde entgegen, faßte ſeine Hand und ſagte:

„So warſt du kein ſtrenger Richter auf dem Richtplatz— ſei es auch nicht in deinem Hauſe— eine Hochzeit ſtatt dem Todesurtheil!— Ein Wort der Gnade auch hier! Anna liebt einen Verurtheil⸗ ten oder Begnadigten! er iſt gekommen, bei dir zu werben, doch erſt mußte er ihr ſelbſt ſich erklären, er wartet auf deine Rückkehr— o, zürne nicht— ſei ein gnädiger Vater, wie ein gnädiger Richter!“

Aber der Schultheiß zog die Stirne in Falten