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beſchwören, mein Flehen zu erhören, wie Ihr mir einſt verſpracht. Ihr werdet nicht geſchehen laſſen, daß der edelſte Mann, weil er die Wahrheit redet und für eine gerechte und erhabene Sache im Dienſte des Chri⸗ ſtenthums, der Kunſt und der Menſchheit kämpft, darum leiden und vor der Welt als ein Ausgeſtoße⸗ ner und gefährlicher Neuerer erſcheinen müſſe. Ihr, der hochwürdige Biſchof, werdet die Sache, für die der arme Bruder kämpft, zu der Eurigen machen und dadurch wird ſie ſiegen und Millionen werden Euch ſegnen! Den wärmſten Dank dafür wird Euch aber widmen Eure gehorſame Tochter Iſolde.“
Niemand wußte etwas von dieſem Brief und Iſolde hütete ſich wohl, auch Amanda davon zu ſagen, da ſie aber wußte, daß dieſe auch den Biſchof kannte, ſo fragte ſie nur dieſelbe, ob ſie glaube, daß der Schenk wohl auf Ulrich's Seite ſtehen werde.
Amanda zuckte die Achſeln und ſagte nur:„Man weiß das bei großen Herren niemals voraus. Bei harmloſer Unterhaltung, wohl gar bei einem Bankett oder noch mehr einer ſchönen Dame unter vier Augen gegenüber ſprechen ſie ſo, daß wir darauf ſchwören möchten, ſie würden jedes kühne Wort unterſtützen, wohl gar ihm Geltung verſchaffen und einer Dame keine Bitte, und wäre es die allerkühnſte, abſchlagen


