Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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als parteiiſches Gewicht haben konnte, ſondern weil ſie ſeine Aengſtlichkeit bei allen Dingen, die ihn mit Andern, beſonders mit geiſtlichen und weltlichen Be⸗ hörden in Konflikt bringen konnten, fürchtete. An ihn alſo dachte ſie nicht. Aber wohl erinnerte ſie ſich Georg's III., Schenk von Limburg und Biſchof von Bamberg, der auch als Mitglied in die Baubrüder⸗ ſchaft aufgenommen, ein aufgeklärter und unterneh⸗ mender Herr, Ulrich's ſpezieller Gönner und Freund — und auch der ihrige war. Hatte er ihr doch geſagt, da er der Gaſt ihres Hauſes war und ſie für viele Andere bei ihm bat, nur für ſich ſelbſt keinen Wunſch ausgeſprochen hatte, daß es ſeine größte Freude ſein würde, wenn er ihr einmal ſelbſt einen Dienſt leiſten und ihr ſeine Verehrung durch eine Handlung für ſie bezeugen könnte.

Dem Biſchof alſo ſandte ſie Ulrich's Buch, be⸗ ſchwor ihn, es zu prüfen, ſetzte voraus, daß er ſeinen Anſichten beiſtimmen und Alles thun müſſe, um den⸗ ſelben Geltung zu verſchaffen.„Ich bin nur ein ſchwa⸗ ches Weib,“ ſagte ſie,„aber ich fühle, daß ich jedes Opfer mit Freuden hringen würde, das man von mir fordern könnte, um meine Ueberzeugung zu beſiegeln. Leider bin ich nur ein ſchwaches Weib— und darum nicht in dieſer Lage— ich kann nur bitten und Euch